Menschenrechte für Priesterkinder

 

Mai 2021



Priesterkind-Klage auch am Oberlandesgericht abgewiesen

Die Klage eines sogenannten Priesterkindes gegen seinen biologischen Vater und das Erzbistum Paderborn ist auch am Oberlandesgericht in Hamm abgewiesen worden. Die genauen Urteilsgründe sollen noch folgen.


"Man darf ein Mistkerl sein (auch als Priester) - Zusammenfassung aus dem Gerichtsaal

Ein Priester darf Sex mit einer Frau aus seiner Gemeinde haben – es ist moralisch verwerflich, aber juristisch irrelevant (man darf ein Mistkerl sein)!
Ein Priester darf ein Kind zeugen – es ist moralisch verwerflich, aber juristisch irrelevant!
Ein Priester darf eigenes Kind leugnen – es ist moralisch verwerflich, aber juristisch irrelevant!
Und solange man dem Priester nicht beweist, dass das sein Kind ist, darf er lügen was das Zeug hält!

Dass er kirchliche Gesetze damit bricht? Ja, selbstverständlich. Es ist moralisch verwerflich – aber das ist eine innere Angelegenheit der Kirche – so die Richter.
Der Staat wäscht die Hände in Unschuld – wie der Pilatus. Und diesem Zustand ist es zu verdanken, dass es immer wieder neue Opfer der katholischen Kirche geben wird.
Ein katholischer Anwalt sagt vor dem Gerichtsaal: „In diesem Prozess geht es um rein juristisches Problem. Nicht um moralisches. Das lassen wir außen vor.“ So auch die Richter im Gericht. Und später „Wissen Sie, ich glaube an die Gerechtigkeit nach dem Tod. Vielleicht nicht so wie die Kirche das darstellet, aber die gibt es. Ich glaube fest daran“. So trennt ein Katholik zwischen Job und Moral, um sein heuchlerisches Verhalten vor sich selbst zu verstecken. So kann er mit ruhigem Gewissen einen Priester im Gericht verteidigen, einen Verbrecher, der sein ganzes priesterliches Leben auf eine Lüge aufgebaut hat.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Katholiken bedanken, die mit ihren Kirchensteuern so gerne teure, priesterliche und bistumliche Anwälte bezahlen. Meine Prozesskosten, die nicht von einem milliardenschweren Konzern übernommen werden, betragen über 12.000 Euro - allein in zwei letzten gerichtlichen Verfahren.

Tomasz Kucharski"


"Die Heuchelei der katholischen Kirche":
Ein Priesterkind kämpft für sein Recht (26.05.2021)

Thomas Kucharski ist 52 Jahre alt. Aber erst seit fünf Jahren weiß er, wer sein biologischer Vater ist: Ein katholischer Priester im Erzbistum Paderborn. Kucharski verlangt jetzt per Klage Schadenersatz von seinem Erzeuger und dem Paderborner Erzbistum.


Priester vor Gericht - Sohn verklagt Vater und dessen Erzbistum

Ein katholischer Priester unterhält eine intime Beziehung zu einer Frau. Aus der Affäre entsteht ein Sohn. Doch der Priester verleugnet ihn jahrzehntelang, verklagt ihn sogar wegen Nötigung. Mittlerweile ist die Vaterschaft bewiesen. Heute geht der Rechtsstreit in die nächste Runde.

September 2020

 


"Funk", der YouTube-Kanal von ARD und ZDF für eine Zielgruppe von 14- bis 24-Jährigen, hat dieses Video über Priesterkinder veröffentlicht, in dem auch David Weber zu Wort kommt. Leider wird im Video wieder mal die Formulierung"Menschen die es eigentlich nicht geben dürfte" verwendet, die uns immer wieder traurig macht. Es ist aber ansonsten ein informatives und vor allem sehr modern gemachtes Video.

Juni 2020


Dieser als Abschluss an einer katholischen(!) Journalistenschule veröffentlichte Artikel zitiert etwas zu bereitwillig Falschaussagen der katholischen Kirche und ist deshalb unfreiwillig verharmlosend. Er enthält aber einige interessante Statistiken und Grafiken.

Oktober 2018


Der Humanistischer Pressedienst hpd hat den Artikel "Wenn der Vater Priester ist - Das Leid der heimlichen Kinder" über den Priestersohn Tomek und seinen jahrelangen, gerichtlichten Kampf um die Vaterschaftfeststellung durch  seinen Vater, den Tomek nur seinen Erzeuger nennt, und die den Vater deckende Kirche veröffentlicht.

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